„Der Kartoffelkäfer und die Sehnsucht“ – Tango, Musette und Klezmer am 14. Juni 2013

CSauter2Für Freitag, 14. Juni 2013, 19.30 Uhr, lädt der Förderverein zu einem inspirierenden Kleinkunstabend ins Haus der Begegnung ein. Die Akkordeonistin Cordula Sauter erzählt mit Hilfe berührender, fröhlicher und nachdenklicher Musik die Geschichte dreier Frauenschicksale, die miteinander verwoben werden.

„Einladung“ ist hier wörtlich zu nehmen, denn die Veranstaltung ist für alle unsere Besucher kostenlos. Wir würden uns natürlich über eine kleine Spende freuen…

Wir hoffen auf schönes, warmes Wetter, denn die Veranstaltung findet im Raum Altkönig statt, der unseren Gästen auch eine Terrasse bietet. Dort wird unter großen Schirmen ein ansprechendes Catering auf Selbstzahlerbasis zu finden sein.

Da die Platzzahl begrenzt ist, ist eine vorherige Anmeldung notwendig: Telefonisch unter 06174 – 20 90 90 oder per Mail unter post@foerderverein-hdb.de.

Zum Programm:

Europa an der Schwelle vom 19. zum 20. Jahrhundert: Der Kartoffelkäfer sorgt für Hunger, der Krieg nimmt den Frauen ihre Männer, in Russland gibt es Pogrome gegen Juden. Diese allgemeine soziale und politische Ausgangslage greift die Akkordeonistin Cordula Sauter in ihrem Programm auf und gibt ihr Ausdruck in drei Frauenschicksalen. Die individuellen Geschichten dieser Frauen werden miteinander verwoben und getragen von der Musik: dem Tango, der Musette und dem Klezmer.

Jeder dieser Geschichten gibt Cordula Sauter mit ihrem Akkordeon ihre persönliche Note. Die Sehnsucht der schwäbischen Marie, die darauf wartet, ihre nach Argentinien ausgewanderte Liebe wieder zusehen, wird unterlegt vom Tango, der leidenschaftlichsten und schmerzlichsten Musik Lateinamerikas. Marie aus der Auvergne lebt, liebt und leidet zur Musette, zu den sogenannten „Java-“Liedern, die, schnell gespielt, eine Leichtigkeit des Lebens vermitteln. Das Schicksal der russischen Miriam wiederum wird begleitet vom Klezmer. Dur und Moll in abwechselnder Folge drücken die Polarität dieser Musikrichtung und ihrer Tradition im jüdischen Volk aus: Das Leben ist schwer, aber lasst uns dennoch ein Fest feiern.

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Cordula Sauter.

Geschickt verbindet Cordula Sauter in diesem Programm erzählerische und schauspielerische Elemente mit der Musik. Die Zuschauer werden mitgenommen in die Welt um die Jahrhundertwende, auf eine musikalische Reise in drei Länder auf verschiedenen Kontinenten. Vor ihren Augen entstehen Lebensbilder, die von Liebe, Vertrauen und Sehnsucht handeln.
Das 90-minütige Programm mit einer Pause nach circa 45 Minuten besteht aus Erzählteilen und 18 Musikstücken, je sechs pro Musikrichtung. Die Lebensgeschichten der Frauen werden ineinander verwoben. Liebe und Sehnsucht bilden die Klammer der Geschichten, die durch die Musik und die vorgetragenen Briefe und Texte leidenschaftlich, kraftvoll und wehmütig in Szene gesetzt werden.

Cordula Sauter spielt seit 1974 Akkordeon. Seit Ende der 1980er-Jahre hat sie in verschiedenen Varieté- und Zirkusprogrammen mitgewirkt, unter anderem im Artistiktheater „Mixtura Unica“. Sie gewann mehrere Kleinkunstpreise.
Seit über zehn Jahren beschäftigt sie sich mit freier Improvisation.

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